Mit einem sauberen Start ersparen Sie sich später viel Ärger. Diese Checkliste führt Sie durch die Auswahl des Mieters, den Mietvertrag und die Wohnungsübergabe.
1. Vor dem Vertrag: Mieter auswählen
- Selbstauskunft einholen. Zulässig sind Fragen, die für das Mietverhältnis relevant sind: Name, Kontaktdaten, Zahl der einziehenden Personen, Beruf und Einkommen. Fragen etwa zu Religion, Familienplanung oder Parteizugehörigkeit sind tabu.
- Nachweise prüfen. Üblich sind Einkommensnachweise, eine Bonitätsauskunft und eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung des bisherigen Vermieters.
- Datenschutz beachten. Unterlagen abgelehnter Bewerber löschen Sie zeitnah.
- Energieausweis vorlegen. Er muss spätestens bei der Besichtigung zur Einsicht bereitliegen.
2. Der Mietvertrag
- Vertragsparteien und Mietobjekt vollständig benennen – inklusive Keller, Stellplatz und anderer Nebenflächen.
- Mietbeginn und Laufzeit festhalten; bei einem befristeten Vertrag muss der Befristungsgrund im Vertrag stehen.
- Kaltmiete und Betriebskosten getrennt ausweisen. Betriebskosten sind nur umlagefähig, wenn der Vertrag das ausdrücklich vorsieht; die Vorauszahlung muss angemessen sein.
- Mietpreisbremse prüfen. In Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt ist die zulässige Miete bei Neuvermietung begrenzt.
- Kaution: Sie darf höchstens drei Nettokaltmieten betragen, der Mieter kann sie in drei gleichen Monatsraten zahlen. Sie müssen sie getrennt von Ihrem Vermögen anlegen.
- Vorsicht bei Klauseln. Viele Formulierungen zu Schönheitsreparaturen und Kleinreparaturen sind unwirksam. Verwenden Sie einen aktuellen, geprüften Mustervertrag.
3. Pflichten rund um den Einzug
- Wohnungsgeberbestätigung: Sie müssen dem Mieter innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug bestätigen, dass er eingezogen ist – er braucht sie für die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt.
- Rauchwarnmelder: Die Pflicht zur Ausstattung und zur Wartung ergibt sich aus der jeweiligen Landesbauordnung.
4. Die Wohnungsübergabe
Ein gemeinsames, unterschriebenes Übergabeprotokoll ist Ihre wichtigste Absicherung. Halten Sie fest:
- Zählerstände für Strom, Gas, Wasser und Heizung – mit Zählernummer und Datum
- Schlüssel: Art und Anzahl
- Zustand von Wänden, Böden, Fenstern, Bad und Küche – Mängel möglichst mit Fotos
- Mitvermietete Einrichtung (z. B. Einbauküche) mit Zustand
- Namen, Datum und Unterschriften beider Seiten
Fotografieren Sie Zählerstände und Mängel bei der Übergabe und legen Sie das Protokoll gemeinsam mit dem Mietvertrag digital ab. So finden Sie beides bei Auszug oder Streit sofort wieder.
5. Nach dem Einzug
- Kaution und erste Miete eingegangen? Kaution angelegt?
- Betriebskostenvorauszahlung und Stammdaten des Mieters erfasst?
- Versorger über die Zählerstände informiert?
- Wiedervorlage für die nächste Nebenkostenabrechnung im Kalender eingetragen?
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Vorlagen kostenlos erhaltenWichtiger Hinweis Dieser Beitrag bietet eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung. Regelungen und Rechtsprechung können sich ändern; im Einzelfall – etwa bei Streit mit dem Mieter oder bei Kündigungen – sollten Sie sich von einem Rechtsanwalt oder Ihrem Vermieterverband beraten lassen.